Diesen Beitrag zu schreiben ist geschäftlich unklug, deshalb steht er hier. Wenn Sie nach dem Lesen zu einem Baukasten greifen, war es die richtige Entscheidung — und Sie kommen vielleicht in drei Jahren zurück, wenn es nicht mehr passt.
Was Baukästen wirklich gut können
Wix, Squarespace, Jimdo und die anderen sind gute Produkte. Man sollte sie nicht kleinreden, nur weil man selbst anders arbeitet:
- Sie sind sofort da. Konto anlegen, Vorlage wählen, am selben Abend steht etwas online.
- Sie kosten fast nichts. 15 bis 30 Franken im Monat, alles inbegriffen.
- Sie sind technisch solide. Hosting, Sicherheit, Updates — darum kümmern Sie sich nie.
- Sie können alles selbst ändern. Kein Anruf, keine Rechnung, keine Wartezeit.
Wann ein Baukasten reicht
Ganz konkret — wenn mehrere dieser Punkte auf Sie zutreffen, sparen Sie das Geld:
- Ihre Website ist eine Visitenkarte, kein Verkaufskanal. Die Kundschaft kommt über Empfehlung.
- Bei Ihnen hat jemand Freude daran und ein paar Stunden Zeit.
- Sie ändern ständig etwas — wechselnde Angebote, Veranstaltungen, Menükarten.
- Ihr Budget ist wirklich bei null, und die Alternative wäre gar keine Website.
Im letzten Fall ist die Sache eindeutig: eine Baukasten-Seite ist unendlich viel besser als keine.
Wo es kippt
Sie sehen aus wie alle anderen
Vorlagen werden zehntausendfach benutzt. Wer drei Anbieter Ihrer Branche anschaut, sieht dreimal dasselbe Gerüst. Für einen Handwerker, der über den Preis konkurriert, ist das egal. Für eine Praxis, die Vertrauen aufbauen muss, nicht.
Die Ladezeit
Baukästen laden viel Technik mit, die Ihre Seite gar nicht braucht. Auf dem Handy und bei schlechtem Empfang macht sich das bemerkbar — und Ladezeit ist ein Faktor, den Google tatsächlich misst.
Die Zeit, die niemand einrechnet
Die realistischen zehn bis dreissig Stunden bis zu einem brauchbaren Ergebnis stehen in keinem Vergleich. Rechnen Sie Ihren eigenen Stundenansatz dagegen — bei den meisten ist der Baukasten dann nicht mehr die günstige Variante.
Sie kommen nicht mehr weg
Eine Baukasten-Seite lässt sich nicht mitnehmen. Kündigen Sie das Abo, ist die Seite weg — Texte und Bilder müssen von Hand herausgeholt und anderswo neu aufgebaut werden. Das ist der Punkt, an dem viele bleiben, obwohl sie längst weiter wollen.
Der ehrliche Vergleich: über drei Jahre kostet ein Baukasten rund 800 Franken Abo — dazu Ihre zehn bis dreissig Stunden Arbeit. Eine von Hand gebaute Seite kostet mehr Geld und praktisch keine Zeit. Rechnen Sie es an Ihrem eigenen Stundenansatz durch: Sind Ihnen zwanzig Stunden mehr wert als die Differenz, geht die Rechnung für Sie auf. Sind sie es nicht, ist der Baukasten schlicht günstiger — und dann nehmen Sie ihn.
Was Sie von uns bekommen, das ein Baukasten nicht liefert
- Eine Seite, die es nur einmal gibt. Farbe, Schrift und Aufbau werden für Sie entschieden.
- Keine eigene Arbeit. Sie liefern Stichworte, wir machen den Rest — auch die Texte.
- Ladezeit und Technik sauber. Nichts, was Sie nicht brauchen.
- Ihre Daten gehören Ihnen. Bei einer Kündigung bekommen Sie alles sauber übergeben.
Der ehrliche Schluss
Wenn Sie gern selbst basteln, Zeit haben und Ihre Website vor allem als Adressnachweis dient: nehmen Sie einen Baukasten. Wir würden Ihnen sonst etwas verrechnen, das Sie selbst hinbekommen.
Wenn Sie dagegen keine Zeit haben, nicht wie alle aussehen wollen und die Seite Anfragen bringen soll: dann rechnet sich Handarbeit — bei uns oder bei jemand anderem.
Unsicher, was für Sie passt?
Rufen Sie an. Fünfzehn Minuten, und Sie wissen es. Wenn ein Baukasten für Sie die richtige Wahl ist, sagen wir Ihnen das — und welchen wir nehmen würden.
7. September 2026 · 6 Minuten