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Preise

Was eine Website in der Schweiz wirklich kostet

Von 300 bis über 12 000 Franken ist alles im Markt — für scheinbar dasselbe. Der Unterschied liegt nicht dort, wo die meisten ihn vermuten.

Wenn Sie drei Offerten für eine Website einholen, bekommen Sie mit einiger Wahrscheinlichkeit 800, 3 000 und 9 000 Franken. Alle drei sind seriös gemeint. Der Grund für die Spanne ist nicht Willkür, sondern dass drei sehr verschiedene Dinge angeboten werden.

Was der Preis tatsächlich abbildet

Eine Website ist kein Gegenstand mit einem Materialwert. Was Sie bezahlen, sind im Wesentlichen drei Dinge:

  • Wie viel davon von Hand entsteht. Eine fertige Vorlage umzufärben dauert einen Nachmittag. Farbe, Schrift und Aufbau für Sie zu entscheiden dauert Tage.
  • Wie viele Leute mitverdienen. Bei einer Agentur sitzen Projektleitung, Gestaltung, Umsetzung und Verkauf am Projekt — plus Büro. Das ist keine Abzocke, das ist Struktur, und die kostet.
  • Wie viel danach noch passiert. Ein Preis ohne Betreuung ist ein anderer Preis als einer mit.

Die vier Preisklassen

Selbst bauen: 0 bis 30 Franken im Monat

Baukästen wie Wix, Jimdo oder Squarespace. Sie zahlen fast nichts und investieren dafür Zeit — realistisch zehn bis dreissig Stunden für ein brauchbares Ergebnis, plus laufend Zeit für Änderungen. Wenn bei Ihnen jemand Freude daran hat, kann das die richtige Wahl sein.

Discounter-Festpreis: rund 300 bis 700 Franken

Eine Vorlage wird ausgewählt, umgefärbt und mit Text gefüllt — und der Text kommt heute fast immer aus einem KI-Generator, weil es der einzige Weg ist, diesen Preis zu halten. Das ist der eigentliche Punkt, nicht die Zahl: Niemand hat mit Ihnen über Ihren Betrieb geredet. Niemand war je in Ihrer Werkstatt oder Ihrer Praxis. Ein Fragebogen ging rein, eine Seite kam raus.

Sie bekommen etwas, das funktioniert: Die Seite lädt, das Formular geht, die Adresse stimmt. Nur steht darauf nichts, was nicht genauso gut beim Mitbewerber stehen könnte.

Woran Sie es erkennen: Sätze wie «Wir stehen für Qualität, Zuverlässigkeit und Leidenschaft». Bilder aus dem Stockarchiv, in denen niemand arbeitet, der bei Ihnen arbeitet. Und derselbe Aufbau, den Sie beim selben Anbieter noch dreimal wiederfinden. Als Adressnachweis reicht das. Als Grund, warum jemand bei Ihnen anruft statt beim Nächsten, reicht es nicht.

Freelancer oder kleines Studio: rund 700 bis 3 000 Franken

Hier wird für Sie entschieden statt ausgewählt. Sie reden direkt mit der Person, die baut. Der Preis liegt tiefer als bei einer Agentur, weil zwischen Ihnen und der Arbeit niemand steht.

Der Preis allein sagt Ihnen hier wenig — dieselben 700 Franken können eine umgefärbte Vorlage mit generiertem Text sein oder der Anfang einer Seite, über die jemand nachgedacht hat. Die Frage, die den Unterschied macht, ist deshalb nicht «wie viel», sondern: Hat jemand Ihre Seite für Sie entschieden — oder hat jemand eine Vorlage ausgewählt und einen Generator laufen lassen? Fragen Sie, wer die Texte schreibt. Die Antwort sortiert zuverlässiger als der Preis.

Agentur: rund 2 500 bis 12 000 Franken und mehr

Für eine einzelne Landingpage sind 2 500 bis 5 000 üblich, für eine Website mit fünf bis zehn Seiten eher 5 000 bis 12 000. Dafür bekommen Sie Struktur: Ansprechpartner, Vertretung bei Ausfall, Erfahrung mit grösseren Projekten. Bei fünf Leuten ist das oft mehr Apparat, als die Aufgabe braucht.

Die Faustregel: Je mehr Ihre Website ein Verkaufskanal ist und je mehr Umsatz an ihr hängt, desto weiter oben lohnt sich der Einstieg. Bei einer Schreinerei, die vor allem gefunden werden will, ist die Mitte richtig.

Die Kosten, die erst später auftauchen

Der genannte Preis ist selten der ganze. Fragen Sie vor der Unterschrift nach:

  • Domain — meistens 10 bis 30 Franken im Jahr. Klären Sie, auf wen sie eingetragen wird: Sie oder der Anbieter.
  • Hosting — 5 bis 40 Franken im Monat, je nach Anbieter und Standort des Servers.
  • SSL-Zertifikat — heute meist gratis. Wird es Ihnen einzeln verrechnet, fragen Sie warum.
  • Änderungen — der Punkt, an dem es teuer wird. Neue Öffnungszeiten, ein anderer Preis, ein neues Foto: kostet das jedes Mal, und wie viel?
  • Updates und Sicherheit — bei WordPress ein laufender Posten, weil Erweiterungen gepflegt werden müssen.

Rechnen Sie den Preis immer über drei Jahre. Eine Seite für 500 Franken mit 90 Franken monatlicher Pflege ist teurer als eine für 1 500 mit 30.

Was Sie fragen sollten

  • Ist das ein Festpreis oder eine Schätzung?
  • Wie viele Korrekturrunden sind enthalten?
  • Was kostet eine Textänderung nach dem Livegang?
  • Auf wen läuft die Domain?
  • Was passiert mit meinen Daten, wenn ich kündige?

Auf jede dieser Fragen gibt es eine klare Antwort. Wer bei einer davon ausweicht, sagt Ihnen damit etwas.

Und wie machen wir es?

Damit wir nicht über andere reden, ohne über uns zu reden: Auf unserer Website steht keine Zahl — nicht aus Geheimniskrämerei, sondern weil eine einzelne Zahl für fast jeden Betrieb falsch wäre. Eine Schreinerei, die gefunden werden will, ist eine andere Aufgabe als eine Praxis mit Online-Terminen in drei Sprachen. Wer beides zum selben Preis anbietet, hält ihn nur mit einer Vorlage.

Was wir stattdessen zusagen, ist das Verfahren: fünfzehn Minuten am Telefon, danach der Umfang schriftlich und ein Festpreis dazu. Der gilt für genau diesen Umfang — keine Stundenrechnung, kein Kostendach, das nachher doch überschritten wird. Kein Vorschuss: Die Rechnung kommt, wenn die Seite steht und Ihnen gefällt. Der Monatsbeitrag für Hosting, Domain, Sicherheit, Support und kleine Textänderungen steht getrennt davon, ist monatlich kündbar, und bei einer Kündigung bekommen Sie alle Daten sauber übergeben.

Gebaut wird von Hand: keine Vorlage, keine Texte aus dem Generator, und die Person, die mit Ihnen redet, ist die Person, die baut. Was bei uns wegfällt, ist nicht die Arbeit, sondern der Apparat — niemand sitzt zwischen Ihnen und Ihrer Seite.

Bleibt es bei dem Preis, den Sie nennen?

Ja — für den Umfang, den wir vorher schriftlich festhalten. Wächst der Umfang unterwegs, sagen wir es vorher und Sie entscheiden; es steht nie zuerst auf der Rechnung. Die fünfzehn Minuten am Telefon klären das, was ein Preisschild nie klärt: was auf die Seite gehört, was Sie an Material haben und wann sie stehen kann.

Reden wir fünfzehn Minuten

Aktualisiert am 24. September 2026 · 7 Minuten