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Woran man eine schlechte Offerte erkennt

Sie müssen nichts von Websites verstehen, um eine schlechte Offerte zu erkennen. Es genügt zu wissen, wonach man schaut.

Eine Website ist für die meisten eine Anschaffung, die man alle fünf bis zehn Jahre macht. Entsprechend wenig Übung hat man darin, Angebote zu vergleichen. Die gute Nachricht: die Warnzeichen sind immer dieselben, und man braucht kein Fachwissen, um sie zu sehen.

Warnzeichen 1: Keine Zahl

«Der Preis hängt vom Umfang ab» ist keine Offerte, sondern eine Ausweichbewegung. Natürlich hängt er vom Umfang ab — deshalb wird der Umfang beschrieben und dann ein Preis genannt.

Seriös ist entweder ein Festpreis für einen klar beschriebenen Umfang oder eine Schätzung mit Kostendach. Beides ist in Ordnung. Nicht in Ordnung ist ein Stundenansatz ohne Obergrenze — dann tragen Sie das gesamte Risiko.

Warnzeichen 2: Eine Ranking-Garantie

«Wir garantieren Ihnen Platz 1 bei Google.» Das kann niemand, und Google schreibt das auf seinen eigenen Hilfeseiten. Wer es trotzdem verspricht, bezieht die Garantie im Kleingedruckten meist auf Ihren eigenen Firmennamen — wo Sie ohnehin an erster Stelle stehen — oder schaltet bezahlte Anzeigen und verkauft sie als Erfolg.

Warum das nicht geht, steht hier ausführlich.

Warnzeichen 3: Eine lange Bindung

Zwölf oder vierundzwanzig Monate Mindestlaufzeit, automatische Verlängerung, Kündigungsfrist von drei Monaten zum Jahresende. Solche Klauseln haben einen einzigen Zweck: Sie sollen bleiben, auch wenn Sie unzufrieden sind.

Ein Anbieter, der von seiner Arbeit überzeugt ist, braucht das nicht. Monatlich kündbar ist möglich — wir machen es so, und andere auch.

Warnzeichen 4: Unklare Eigentumsverhältnisse

Das ist das teuerste Warnzeichen, weil es erst wehtut, wenn Sie wechseln wollen. Klären Sie schriftlich:

  • Auf wen läuft die Domain? Sie gehört Ihnen — entweder ist sie direkt auf Ihren Namen eingetragen, oder der Anbieter verwaltet sie für Sie und gibt Ihnen schriftlich, dass er sie auf Verlangen jederzeit überträgt. Was es nicht geben darf: eine Domain, die Sie beim Wechsel zurücklassen müssen.
  • Wem gehören die Dateien? Bekommen Sie bei einer Kündigung Texte, Bilder und die Seite selbst?
  • Wer hat Zugriff auf den Google-Eintrag? Ein Profil auf dem Konto der Agentur ist Ihr Profil nur so lange, wie die Zusammenarbeit hält.

Wenn eine dieser Antworten schwammig ausfällt, ist das kein Versehen.

Warnzeichen 5: Alles ist inbegriffen, nichts ist beschrieben

«Komplettpaket inkl. SEO, Marketing und Social Media» für einen erstaunlich tiefen Preis. Fragen Sie nach, was «SEO» hier konkret bedeutet — wie viele Stunden, welche Massnahmen, welche Suchbegriffe. In den meisten Fällen ist es eine Checkliste, die in zwanzig Minuten abgearbeitet ist.

Eine gute Offerte ist eher kürzer als länger, dafür konkret.

Die fünf Fragen

Wenn Sie sonst nichts mitnehmen: stellen Sie jedem Anbieter diese fünf Fragen. Die Antworten sortieren zuverlässiger als jeder Preisvergleich.

  • Ist das ein Festpreis, und was ist ausdrücklich nicht enthalten?
  • Was kostet eine Textänderung nach dem Livegang?
  • Auf wen läuft die Domain?
  • Was bekomme ich, wenn ich kündige?
  • Wer baut die Seite tatsächlich — reden wir jetzt gerade miteinander?

Das Muster dahinter: Alle fünf Fragen prüfen dasselbe — ob jemand bereit ist, sich festzulegen. Wer das bei einer Offerte nicht ist, wird es im Projekt auch nicht sein.

Und wenn Ihnen jemand abrät?

Ein Anbieter, der sagt «für das, was Sie brauchen, sind wir zu teuer» oder «nehmen Sie dafür einen Baukasten», ist kein schlechter Verkäufer. Er ist der, dem Sie beim nächsten, grösseren Projekt zuerst schreiben werden.

Stellen Sie uns die fünf Fragen

Wir beantworten sie am Telefon in fünf Minuten — Sie reden dabei direkt mit denen, die Ihre Seite auch bauen. Und wenn eine Antwort Ihnen nicht passt, wissen Sie es, bevor Sie etwas unterschrieben haben.

Reden wir fünfzehn Minuten

7. September 2026 · 6 Minuten